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Lilian Klebow
Wir leben in einer Welt die immer äußerlicher wird. Es wird sich zu sehr übers Außen anstatt übers Innen definiert. Inneres und Äußeres, das heisst Emotion und Körper sind direkt miteinander verbunden. Als Schauspieler lernen wir beide Wege zu gehen um zu einer Darstellung zu gelangen: den Weg von Innen nach Außen, das heisst über das Gefühl, die Emotion zur Körperlichkeit oder aber über "außen", das heisst über eine Körperhaltung, eine Körperlichkeit zur Emotion. Aber immer steht Beides in direkter Verbindung. Definiert man sich also nur über das Außen, nur über Bilder und Vergleiche verliert man das Innere. Verliert sich. Und verwischt langsam seine Persönlichkeit.
Aber wie soll man sich als Frau heute "finden"? Ich erlebe selbst den enormen Druck über Medien, Werbung und Industrie. Wir in Medienberufen wissen was Licht, Kamera, eine Pose oder auch einfach nur Retousche an einer "normalen" Frau verändern kann. Woher sollen das Jugendliche wissen? Wie einem unerreichbaren Ideal entsprechen? Mittlerweile muss man ja fast schon den Papparazzi dankbar für die Schnappschüsse der Stars sein, wenigstens bekommt man so eine Idee was "echt" und was "falsch" ist.
Frage an die Designer: wo liegt die besondere Kunst einen dürren Körper zu bekleiden? Sucht doch mal die Herausforderung!
In meinem Beruf wird mittlerweile leider auch soviel über Haarlängen, Kleidung und die Figur eines Schauspielers diskutiert und zu wenig über Inhalte oder über Persönlichkeit. Ein Spiegel der Gesellschaft. Viel wichtiger wäre das Eigene zu fördern anstatt die Menschen immer Austauschbarer zu machen. Perfektion war immer schon langweilig! Äußeren Idealen entsprechen auch! Alle großen Persönlichkeiten der Filmgeschichte waren alles andere als perfekt. Sie waren schön, weil sie sie waren und vor allem eine Eigen! Darum: sucht Eure Eigenheit und boykottiert aufoktroyierte Ideale.
Zur Person
Geboren 1979 in München. Lebt seit Zehn Jahren in Wien. Kinderensemble der Staatsoper München. Mit 17 Plattenvertrag mit der Band „All about Angels“ bei der BMG/Ariola München. Schauspielausbildung in München, Berlin und Wien.: Uni.f.Musik u. darst.Kunst, PerformingCenter Austria und Actors Lodge Berlin. Tanz- und Gesangsausbildung. Sängerin verschiedener Bandprojekte.
Engagements u.a.: Salzburger Festspiele, Volkstheater, Wald4tler Hoftheater, Gruppe 80 Wien, Metropol. Zahlreiche Lesungen, u.a. mit Dieter O.Holzinger /Lessingtage Kamenz/D. Regieassistenzen bei G.Staudacher und J.E. Köpplinger. 2007 erste Regiearbeit mit dem Kabarett „Heinzi Hofbauer: Im Hintergrund“. Zuletzt war Sie in „GOTTES SEKRETÄRIN“ mit Hansi Lang und Verena Scheitz, und als Gina in „TI AMO“ unter der Regie von Viktoria Schubert zu sehen.
Bekannt wurde sie als Kommissarin Rebecca Lerchinger in der bayrischen TV-Filmreihe „STADT,LAND,MORD“, sowie als Revierinspektor Penny Lanz in „SOKO WIEN“. Diverse andere TV-Filme und Serien u.a. „DER MÄRCHENPRINZ“, Regie: X.Schwarzenberger (2007). Kino: „A FULL CIRCLE“ (Berlinale), „7 Sekunden“ (2008) ,„DAS GROßE GLÜCK SOZUSAGEN“ (2008). Synchronsprecherin und Sprecherin für Film, Werbung und Hörspiel. Derzeit schreibt Sie an einem musikalischen Theaterstück über Romy Schneider das 2009 erscheinen wird.
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