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Chronologie "Kampf gegen den Schlankheitswahn"

Seit 1979 kämpfen Aktivisten mit verschiedenen Initiativen gegen den Schlankheitswahn. Hier finden Sie wichtige Daten des Kampfes chronologisch aufbereitet.

 

  • April 9, 2008Frankreich. VertreterInnen aus Mode, Medien, Werbung sowie aus dem Gesundheitswesen unterschreiben in Paris eine "Charta gegen Magersucht." mehr
    Artikel_Gesundheitsministerium Frankreich   Charta gegen Magersucht (deutsch) pdf   Charta gegen Magersucht (französisch) pdf
  • Februar 1, 2008: Deutschland. IGEDO Company, Veranstalter der Düsseldorfer Modemesse Igedo Fashion Fairs, unterstützt die Initiative „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“ der deutschen Bundesregierung. 
    Bundesministerium für Gesundheit
  • Dezember 21, 2007: England. Das 'British Fashion Council' veröffentlicht einen Aktionsplan gegen den Schlankheitswahn. Der Aktionsplan hat seine Wurzeln im Forum 'Model Health Inquiry'. Englische Version downzuloaden bei Model Health Inquiry
  • Dezember 13, 2007: Deutschland. Die drei Bundesministerinnen Ulla Schmidt, Dr. Annette Schavan und Ursula von der Leyen starten gemeinsam mit Alice Schwarzer, Herausgeberin der Frauenzeitschrift "Emma", die Initiative "Leben hat Gewicht - gemeinsam gegen den Schlankheitswahn". Als Vorbild gilt die Wiener Initiative „S-O-ESS.“ Initiative Leben hat Gewicht BMG
  • November 14, 2007: Israel.  Model Hila Elmalich stirbt an den Komplikation des selbstzugefügten Hungerns. Fotograf Adi Barkan startet seine Kampagne für gesündere Models: Modelagentur Elite International hält Vorsprachen, bei denen zukünftigen israelischen Models informiert werden, dass Agenturen verpflichtet sind Models mit gesundem Body Mass Index einzustellen.
  • November 7, 2007: Australien. Die Regierung Südaustraliens veranstaltet das „Body Image and Eating Disorder Forum” in Adelaide. Die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ. Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger ist eingeladen, die von ihr und der Wiener Gesundheitsstadträting Mag. Sonja Wehsely formierte "Wiener Initiative S-O-Ess gegen ungesunde Schlankheitsideale" als Modell bei der Konferenz vorzustellen. Initiative "S-O-ESS"
  • Oktober 1, 2007: England. Professor Susie Orbach informiert Designer erneut über den verheerenden Vorbildeffekt von “gefährlich untergewichtigen” Models, der zu einem Körperhass bei Frauen und Mädchen führen kann. Zeitgleich präsentiert sie eine Online-Petition gegen zu dünne Models und ruft auf, diese zu unterschreiben. Die Petition wird den Organisatoren der Londoner Fahion Week übergeben. Orbachs petitions to ban zero size models from fashion week, SundayHerald
  • September 15, 2007: Australien. Die12jährigel Maddison Gabriel wird anlässlich der australischen “Gold Coast” Modewoche als Model ausgewählt, einen Tag vor ihrem 13. Geburtstag. Die negative Vorbildwirkung - Kinderkörper werden erwachsenen Frauen als Vorbild präsentiert - wird in den Medien viel diskutiert.
  • September 14, 2007: England. Das 'British Fashion Council' veröffentlicht den vom 'Model Health Inquiry', einem unabhängigen Forum aus GeundheitsexpertInnen und VertreterInnen von Mode, erstellten Enbericht „Fashioning a Healthy Future“. Unter anderem sollen Models unter 16 Jahren bei der Londoner Fashion Week nicht auftreten dürfen, medizinische Checks der Models sollen eingeführt werden und eine Studie bezüglich Essstörungen in der Modelszene soll durchgeführt werden.  downzuloaden unter Model Health Inquiry
  • September 2007: Italien. Oliviero Toscani startet seine Plakatkampagne für die italienische Modemarke "No-l-ita". Toscani fotografiert eine magersüchtige junge frau nackt und zeigt somit die körperlichen Auswirkungen der Magersucht. Die Kampagne wird heiß und kontrovers diskutiert und erregt großes Aufsehen. Artikel auf europolitan.de
  • Juni 15, 2007: England. Das englische Model Rosanna Carr Taylor gewinnt den “Miss East Anglia“ Schönheitswettbewerb und befürwortet „beat“, bekannt als Verein gegen Essstörungen. Carr Taylor spricht von Druck seitens der Industrie, um Gewicht zu verlieren. Beat
  • Mai 9, 2007: Niederlande. Der Konzern 'Unilever' eliminiert Models mit einem BMI unter 18 und über 25 von ihren Werbungen.
  • Mai 8, 2007: Österreich. 'Sowhat - Institut für Menschen mit Essstörungen' startet gemeinsam mit Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky und der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten Univ. Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger die Kampagne "Wenn die Seele hungert", um die Bevölkerung für Essstörungen zu sensibilisieren. sowhat Kampagne
  • Mai 2, 2007: USA. Internationales Model Marvy Rieder trifft sich mit der 'Academy of Eating Disorders' um Hilfestellungen für Models, die Gefahr laufen eine Essstörung zu bekommen, zu planen. marviefoundation
  • März 23, 2007: England. Das British Fashion Council richtet das unabhängige Forum „Model Health Inquiry“ ein, um sich mit den Gesundheitsanliegen der Laufstegmodels der London Fashion Week zu befassen.
  • Februar 21, 2007: Österreich. Wien. Ein Netzwerk von VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Industrie, Mode und Werbung stellte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz sein gemeinsames Engagement gegen Essstörungen unter dem Titel " S-O-Ess – Initiative gegen Essstörungen" erstmals der Öffentlichkeit vor. Als Initiatorinnen setzen sich die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin, Sonja Wehsely und die Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien, Beate Wimmer-Puchinger, gegen krank machende Vorbilder und für gesundheitsfördernde Maßnahmen im Kampf gegen Essstörungen ein. S-O-ESS
  • Februar 13, 2007: Brasilien. Brasilianisches Model Eliana Ramos, 18, stirbt auf Grund eines Herzfehlers, der in Zusammenhang mit Magersucht steht.
  • Februar 12, 2007: Spanien. Pasarela Cibeles Modeschau in Madrid folgt ihren Versprechungen. Fünf Models dürfen nicht auftreten.
  • Januar 25, 2007: Spanien. Die spanische Regierung und wichtige Modedesigner einigen sich, Standards für die Größe von Frauenkleidern zu kreieren. Das gesetzte Ziel ist ein gesünderes Frauenbild zu fördern.
  • Januar 25, 2007: England. Organisatoren der Londoner Modewoche haben einen anderen Ansatz als die Modewoche in Madrid und Milan. Sie verbannen keine Models die zu dünn sind vom Laufsteg. Der Veranstalter betont, dass Designer gebeten wurden, nur „gesunde“ Models auftreten zu lassen. Das britische Modekollegium argumentiert, dass zu dünne Models zu sperren „weder erwünscht noch durchsetzbar ist.“
  • Januar 13, 2007: USA. Das Kollegium der Modedesigner Amerikas (CFDA) gründete eine Gesundheitsinitiative mit Empfehlungen für die Modeindustrie, hält die Einführung eines Mindest-Body-Mass-Index allerdings nicht für sinnvoll. Initiative & Empfehlungen   englischer Artikel auf abc.net
  • Januar 9, 2007:USA. Die 'Academy of Eating Disorders' empfiehlt Richtlinien für die Modeindustrie. Diese inkludieren ein Mindestalter für Models von 16 Jahren, die Förderung des Einsatzes von Models in allen Größen bei Modeshows und die Eliminierung der digitalen Fotobearbeitung ,um Models auf Fotos dünner aussehen zu lassen.  englischer Artikel  Academy for Eating Disorders
  • Dezember 18, 2006: Italien. Modeschau in Milan verbannt Models mit einem BMI unter 18,5 und Models die jünger als 16 Jahre alt sind vom Laufsteg.
  • Dezember 1, 2006: Brasilien. Brasilianische Modellagenturen fangen an medizinische Gutachten von zukünftigen Models zu verlangen. Jene die Models werden wollen müssen Bluttest durchführen lassen um dieses Gutachten zu bekommen.
  • Dezember 2006: Italien. Die nationale Grundsatzerklärung zur Selbstverpflichtung der italienischen Modeindustrie im Kampf gegen die Magersucht wurde von Vertretern des Ministeriums für Jugend und Sport, der Modekammer Italien und der Regierung in Rom verfasst. Italienisches Ministerium für Jugend und Sport
  • November 17, 2006: Brasilien. Brasilianisches Model Ana Carolina Reston stirbt auf Grund von Magersucht im Alter von 21.
  • November 2006: Italien. Jugend-Ministerin Melandri ruft Stargesigner von Mailand bis Rom auf, bei ihren Defilées keine "Skelette" mehr als Schönheitsideale vorzuführen. Artikel auf Ärztezeitung.de
  • Oktober 26, 2006: USA. Die 'Academy of Eating Disorders' fordert auf untergewichtige Models von den Laufstegen und Modemagazinen zu verbannen und ermutigt die Modeindustrie ein Mindest-Größen-Gewicht-Verhältnis einzuführen. englischer Artikel  Academy for Eating Disorders
  • September 21, 2006: Italien. Giorgio Armani äußerst sich über Models, die er bevorzugt einstellt: „Ich wollte nie Models haben, die zu dünn sind. Ich bevorzuge Models die meine Kleidung am Besten präsentieren."
  • September 18, 2006: England. Tessa Jowell, britische Ministerin für Kultur, Medien und Sport spendet der Madrider Show Beifall für ihre Entscheidung. Die Londoner Modewoche ignoriert Jowell´s Empfehlung, das Gleiche zu tun. Das britische Modekollegium sagt, dass es die Ästhetik der Designer Shows nicht kommentiert und sich bezüglich dessen nicht einmischt.
  • September 9, 2006: Spanien. Die Madrider Modeschau (Pasarela Cibeles) verbietet Models mit einem Body Mass Index unter 18 den Auftritt bei dem Event Artikel der Süddeutschen
  • August 2, 2006: Uruguay. Model Luisel Ramos, 22, stirbt an den Folgen von Magersucht
  • April 19, 2006: Spanien. Führende spanische Unternehmern und Designer sprechen sich gegenüber der spanischen Ministerin für Gesundheit & Konsum, Elena Salgado, dafür aus, sich am Kampf gegen Magersucht zu beteiligen.Konfektionsgrößen sollen vereinheitlicht werden, nur gesunde Models sollen auf den Laufstegen zu sehen sein und es sollen auch größere Konfektionsgrößen gezeigt werden. Empresarios de modas españoles se comprometen a unificar las tallas para luchar contra la anorexia
  • März 12, 2006: Deutschland. magersucht.de startete Kampagne für mehr soziale Verantwortung in der Modebranche. Ziel der Aktion war es, verantwortliche Meinungsbildner über die gesellschaftlichen Auswirkungen des aktuellen Schönheitsideals zu sensibilisieren. Kampagne
  • Frühling 2004: Europa. Dove startet die Initiative „Für Wahre Schönheit“ mit einer Printkampagne. Initiative "Für wahre Schönheit"
  • 2004: USA. Unilever erstellte den Dove Report "Challenging Beauty". Die Studie deckte auf, dass 90 Prozent der Frauen in den USA ihr Aussehen als durchschnittlich oder überdurchschnittlich empfinden.
  • Juni 21, 2000: England. Bei dem 'Body Image Gipfel', der auf Initiative des Frauenministeriums : „Beeinflussung des Selbstwertgefühls junger Frauen durch den Druck dünn zu sein.“
  • 2000: England. Der 'British Medical Assocation Report' über Essstörungen, Body Image und die Medien zeigt auf, dass die Lücke zwischen der Idealkörpervorstellung und der Realität so groß wie nie zu vor ist. englischer Aritkel der British Medical Association
  • 1998: England.  „Bread for Life Campaign“ befragte mehr als 900 Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren und veröffentlichte die Ergebnisse im Report: „Druck um perfekt zu sein.“
  • 1998: England. Nachforschungen des Schulgesundheitsamt der Universität Exeter ergeben, dass eine der größten Sorgen junger Schülerinnen in Großbritannien ihr Gewicht und ihr Aussehen ist.
  • 1998: USA. Harvard Anthropologin Anne Becker offenlegt einen plötzlichen Anstieg von Essstörungen bei weiblichen Teenagern in Fiji nach der Einführung des Fernsehens. Harvard Artikel
  • 1997: England. Susie Orbach veröffentlich ihr Buch "Magersucht". Die ehemalige Psychotherapeutin von Lad Diana untersucht in diesem Buch das Krankheitsbild aus medizinischer, psychologischer und kulturkritischer Sicht und bietet neue Ansätze zur Heilung. Magersucht bei Amazon.de
  • 1984: England. Das zweite Anti Diät Buch von Susie Orbach ist ab nun erhältlich. Susie Orbach beginnt mit der präzisen Darstellung gesellschaftlicher Ursachen und entwickelt dann ein Programm, das Wege aufzeigt, die jeweils spezifischen Gründe für die Ess-Sucht herauszufinden und Esszwang und eingefahrene Verhaltensmuster abzubauen. Anti Diät Buch II bei Amazon.de
  • 1979: England. Susie Orbach publiziert ihr erstes Anti Diät Buch, Sie geht davon aus, dass Ess-Sucht und Dicksein nicht mit mangelnder Selbstdisziplin und Willenskraft zu tun haben, sondern eine entschiedene und beabsichtigte Handlung, eine bewusste oder unbewusste Aussage über das eigene Leben darstellen. Anti Diät Buch I bei Amazon.de

 

 

 

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