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Spanien
1998 begann Spanien aktiv gegen Essstörungen zu werden. Ein Ende des Kampfes ist noch lange nicht in Sicht.
Jänner 2007: Initiative gegen Magermodels. Realitätsgetreue Schaufensterpuppen sind erwünscht. Nach den Laufstegen sind jetzt die Modeketten an der Reihe: Spaniens Behörden schreiben einheitliche Größen vor und verbieten zu magere Schaufensterpuppen.
Eine Vereinbarung mit den größten Konfektionsmarken des Landes schreibt einheitliche Größen vor, verbietet zu dünne Schaufensterpuppen und schafft die Spezialabteilung „große Größen“ in den Kaufhäusern ab.
deutscher Artikel Süddeutsche.de Ministerium für Gesundheit und Verbrauch spanischer Artikel el pais.com
September 2006: Bei der Modeschau „Pasarela Cibeles“ wurden 30% der Models wegen übertriebener Dünnheit ausgeschlossen.
Die Gemeinschaft der Modeschöpfer und die spanische Gesellschaft für Endokrinologie und Ernährung haben einige Mindestparameter für die Laufstegmodels aufgestellt um ein gesundes Bild zu vermitteln. Models müssen einen Mindest BMI von 18 erreichen, die physischen Eigenschaften müssen adäquat für die Modeshow sein. „Es kann vorkommen, das ein Model die Mindestparameter erreicht, aber ein markantes Schlüsselbein hat oder ein ungesundes Allgemeinbild, dann wird es ausgeschlossen.“
Inhaltlich übersetzt aus dem Artikel Pasarela Cibeles deja fuera al 30 % de las modelos al prohibir la excesiva delgadez „el pais“ 08.09.2006
April 2006: Die führenden spanischen Unternehmer und Designer sprechen sich gegenüber der spanischen Ministerin für Gesundheit & Konsum, Elena Salgado, dafür aus, sich am Kampf gegen Magersucht zu beteiligen in dem Konfektionsgrößen vereinheitlich und in Zukunft Models gebucht werden, die gesünder aussehen und mehr den Frauen im Alltag ähnelt.
In dem Treffen wurden 2 Probleme von Salgado hervorgehoben, denen entgegen getreten werden soll:
- gesundheitlicher Bereich: das Propagieren eines Idealmodels, welches Schönheit, extreme Dürrheit und ewige Jugend vorsieht. Dies ist allerdings unerreichbar für die Mehrheit und kann zu großen gesundheitlichen Problemen führen, wenn man versucht danach zu streben.
- Konsum: die Vereinheitlichung der Konfektionsgrößen steht den Rechten des Konsumenten entgegen. Die Unterscheidung der Größen erleichtere das Kaufen von Kleidung.
Inhaltlich übersetzt aus dem Artikel Empresarios de modas españoles se comprometen a unificar las tallas para luchar contra la anorexia "el pais" 19.04.2006
2000: Das spanische Gesundheitsministerium publiziert eine Informationsschrift über Essstörungen, die sich an junge Frauen richtet. (Gemeinsam mit dem Fraueninstitut) Referat im Senat: über Aspekte, die sich verantwortlich für das Ansteigen der Auftretensrate von Bulimie und Anorexie in der Bevölkerung zeigen. Aufstellung von Maßnahmen, die politisch und legislativ angemessen sind.
Ministerium für Gesundheit und Verbrauch
Schreiben des spanischen Gesundheitsministers Herrn Beccaria, Ministerio de Sanidad y Consumo an das Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen vom 31.03.2000
1998: Das Ministerium für Gesundheit und Verbrauch stellt den autonomen Gemeinschaften 375 Millionen Peseten zur Prävention von Bulimie und Anorexie zur Verfügung. Mit dieser finanziellen Unterstützung entstehen vielfältige Initiativen der gesundheitlichen Aufklärung zu Essstörungen.
Schreiben des spanischen Gesundheitsministers Herrn Beccaria, Ministerio de Sanidad y Consumo an das Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen vom 31.03.2000
Ministerium für Gesundheit und Verbrauch
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